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„Wir­kung ist für uns ein zen­tra­les Ent­schei­dungs­kri­te­ri­um“

Als stra­te­gi­scher und part­ner­schaft­li­cher Inves­tor unter­stützt Ost­werk jun­ge Unter­neh­men mit Eigen­ka­pi­tal, die ihre regio­na­le Ver­ant­wor­tung nach­hal­tig wahr­neh­men und damit Zukunfts­per­spek­ti­ven im Osten Deutsch­lands schaf­fen wol­len. Impact ist dabei kein Zusatz, son­dern Kern der Invest­ment­stra­te­gie. Im Inter­view erklärt Geschäfts­füh­rer Johan­nes Ulrich, war­um der IMMPACT Gui­de für ihn ein zen­tra­les Werk­zeug ist, um Impact-Poten­zia­le früh zu erken­nen, Teams gezielt zu beglei­ten und Wir­kung als ech­ten Erfolgs­fak­tor zu ver­an­kern.


Johan­nes Ulrich, Geschäfts­füh­rer Ost­werk GmbH

Hal­lo Johan­nes, was hat Dich zum IMMPACT Gui­de gebracht?

Bei Ost­werk beschäf­ti­gen wir uns seit unse­rer Grün­dung inten­siv mit Impact Inves­t­ing. Unser Ziel ist es, gesell­schaft­li­che Wir­kung im Osten von Deutsch­land zu ent­fal­ten und Start­ups dabei zu unter­stüt­zen, nach­hal­ti­ge Ver­än­de­run­gen zu bewir­ken. Netz­wer­ke wie SEND und PHI­NEO sind für uns wich­ti­ge Platt­for­men, um uns mit enga­gier­ten Men­schen und Wir­kungs­pro­fis aus­zu­tau­schen. Der IMMPACT Gui­de ist uns auf Lin­ke­dIn begeg­net und hat sofort unser Inter­es­se geweckt, weil er genau an der Schnitt­stel­le zwi­schen Wir­kung und Unter­neh­mer­tum ansetzt.

Wel­che Rol­le spielt das The­ma Wir­kung in eurer Arbeit?

Wir­kung ist der Kern unse­rer Invest­ment­stra­te­gie. Wir inves­tie­ren ver­ant­wor­tungs­voll und wir­kungs­ori­en­tiert in Start­ups, die in und für den Osten Deutsch­lands Ideen umset­zen. Wir wol­len in unse­ren Part­ner­schaf­ten gemein­sam mit den Gründer*innen die gesell­schaft­li­che Wir­kung ihrer Geschäfts­mo­del­le stär­ken und ska­lie­ren.

Gab es einen beson­de­ren Aha-Moment oder Impuls aus eurer bis­he­ri­gen Arbeit mit dem IMMPACT Gui­de?

Ein prä­gen­der Impuls war für uns die Erkennt­nis, wie wich­tig die Pro­fes­sio­na­li­sie­rung wir­kungs­ori­en­tier­ter Start­ups ist. Der IMMPACT Gui­de schlägt eine Brü­cke zwi­schen der klas­si­schen Start­up-Welt und Unternehmer*innen mit hoher Wir­kungs­mo­ti­va­ti­on. Das hilft uns, Teams geziel­ter zu beglei­ten und sie auf ihrem Weg zu nach­hal­ti­gem Wachs­tum zu unter­stüt­zen.

Wobei unter­stützt euch der IMMPACT Gui­de?

Der IMMPACT Gui­de ist für uns ein Selbst­be­fä­hi­gungs­tool, das Start­ups die rich­ti­gen Fra­gen stellt, um struk­tu­riert und wir­kungs­ori­en­tiert zu wach­sen. Er hilft uns als Inves­tor, Ernst­haf­tig­keit und Poten­zia­le bei Teams früh­zei­tig zu erken­nen und einen gemein­sa­men Start­punkt der Zusam­men­ar­beit zu defi­nie­ren.

Wel­che Rol­le spielt Wir­kung bei euren Ent­schei­dun­gen als Inves­to­ren?

Wir­kung ist für uns ein zen­tra­les Ent­schei­dungs­kri­te­ri­um. Wir gehen bei jedem Invest­ment in den Dia­log, wel­chen gesell­schaft­li­chen Mehr­wert ein Start­up auf regio­na­ler und inter­na­tio­na­ler Ebe­ne schaf­fen kann. Dabei ach­ten wir dar­auf, dass Wir­kung nicht nur ein Lip­pen­be­kennt­nis bleibt, son­dern inte­gra­ler Bestand­teil des Geschäfts­mo­dells ist.

Was fehlt euch bei vie­len Start­ups, wenn es um Impact und Wir­kungs­mes­sung geht?

Oft fehlt es an einer sys­te­ma­ti­schen Her­an­ge­hens­wei­se und an kla­ren, mess­ba­ren Zie­len, die mit dem Geschäfts­mo­dell ver­wo­ben sind. Es gibt Teams mit einer star­ken Impact-Moti­va­ti­on, denen es an unter­neh­me­ri­schen Metho­den und Daten man­gelt. Und es gibt unter­neh­me­ri­sche Teams, die in ihren Instru­men­ten und Daten das Poten­zi­al ihres Impacts nicht erken­nen. Es braucht die Über­zeu­gung, dass Impact erfolg­reich macht.

Wie hilft euch der IMMPACT Gui­de bei der Ein­schät­zung von Teams?

Der Gui­de gibt uns einen struk­tu­rier­ten Rah­men, um die Wir­kungs­mo­ti­va­ti­on und ‑kom­pe­tenz von Teams ein­zu­schät­zen. Er zeigt, wie reflek­tiert und kon­se­quent ein Start­up sich bereits mit Wir­kung beschäf­tigt hat und dar­an arbei­tet. Es lie­fert uns eine Base­line für eine geziel­te Beglei­tung auf dem Weg zu nach­hal­ti­ger Wir­kung.

Was müss­te pas­sie­ren, damit Wir­kungs­mes­sung ein­fa­cher und selbst­ver­ständ­li­cher wird?

Wir­kungs­mes­sung muss als inte­gra­ler Bestand­teil der Unter­neh­mens­ent­wick­lung ver­stan­den wer­den – nicht als läs­ti­ge Pflicht für omi­nö­se Drit­te. Wenn Wir­kung von Anfang an mit einer kla­ren Visi­on unter­neh­me­risch ange­gan­gen wird, dann fal­len Daten­er­he­bung und Wir­kungs­kom­mu­ni­ka­ti­on natür­li­cher mit den Ent­wick­lungs­pha­sen des Start­ups zusam­men. Wir­kungs­mes­sung ist Erfolgs­mes­sung.

Was wünschst du dir für zukünf­ti­ge IMMPACT-Ver­an­stal­tun­gen oder Tools?

Ich wün­sche mir mehr Raum für den Aus­tausch zwi­schen Investor*innen und wir­kungs­ge­trie­be­nen Gründer*innen. Es braucht mehr Bewusst­sein, eine gemein­sa­me Spra­che und einen mög­lichst stan­dar­di­sier­ten Blick auf Impact. Wenn Investor*innen in den per­sön­li­chen Kon­takt mit Pra­xis­bei­spie­len für wir­kungs­ori­en­tier­te Unter­neh­men kom­men, kann das den Blick wei­ten und Distan­zen abbau­en.

Was könn­te sich ver­än­dern, wenn mehr Teams Wir­kung sys­te­ma­tisch mes­sen und kom­mu­ni­zie­ren?

Eine sys­te­ma­ti­sche Wir­kungs­steue­rung schafft zunächst mehr Mehr­wert für die Ziel­grup­pe der Teams. Es stei­gert den Nut­zen und die Rele­vanz des Start­ups auf gesell­schaft­li­cher Ebe­ne. Dar­über hin­aus schafft Wir­kungs­mes­sung, die­sen Nut­zen und Rele­vanz trans­pa­rent und nach­weis­bar zu machen – sowohl für Investor*innen als auch für ande­re Stake­hol­der. Die ganz­heit­li­che Sicht auf die Zie­le und Erfol­ge des Start­ups kön­nen Inter­es­sen wecken, wel­ches zu mehr Umsatz und finan­zi­el­len Mit­teln führt. Ich bin über­zeugt, nur so kön­nen gesell­schaft­li­che Her­aus­for­de­run­gen unter­neh­me­risch nach­hal­tig ange­gan­gen wer­den.

Wem emp­fiehlst du, an den IMMPACT Road­show teil­zu­neh­men – und war­um?

Ich emp­feh­le die IMMPACT Road­show allen Start­ups – und vor allem den­je­ni­gen, die bereits die SDGs in ihren Pitch­decks als Argu­ment ver­wen­det haben. Die Road­show bie­tet Inspi­ra­ti­on, Know-how und die Chan­ce, sich authen­tisch und wir­kungs­voll mit Impact zu beschäf­ti­gen und dabei sogar Teil einer wach­sen­den Com­mu­ni­ty zu wer­den.

Und ich emp­feh­le die Road­show allen Investor*innen. Der Blick auf den Impact kann jedes Invest­ment bes­ser machen und schließt Ren­di­te nicht aus, wenn es unter­neh­me­risch gesteu­ert wird.